Nähen

Crossbag ‚Tarika‘ nähen – ein Nachmittag im Nähcafé ‚eingefädelt‘ in Klein-Scharrel

Nähen ist etwas, das ich schon immer können wollte, zu dem ich bis jetzt den Zugang allerdings nicht so richtig gefunden habe. Meine Freundinnen stellen die schönsten Taschen und Kleidungsstücke her – für mich als absolute Sonntagsnäherin war dieses Handwerk bisher ein Buch mit sieben Siegeln. Hose umnähen bekomme ich hin und einen Kissenbezug mit Hotelverschluss auch. Taschen nähen war für mich jedoch immer das, was ich gerne können (aber nicht üben) wollte.

Im letzten Jahr war ich bereits zu einem Workshop im Nähcafé eingefädelt in Klein-Scharrel (bei Oldenburg) und habe mit Unterstützung von Sabrina, der Inhaberin des Nähcafés, einen Beutel mit Reißverschluss genäht. Klar habe ich den ein oder anderen Fehler eingebaut, es hat mir jedoch viel Spaß gemacht und ich war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Es war dementsprechend klar, dass ich einen weiteren Kurs besuchen und mich an eine Crossbag trauen wollte. Und das ist nun geschehen.

Mit drei Freundinnen ging es nachmittags ins Nähcafé. Sabrina hat uns mit einem alkoholfreien Wild & Berry Spritz (sehr lecker) begrüßt und wir haben uns Taschen-Muster sowie Stoffe ausgesucht.

Schon allein die Einrichtung im Nähcafé ist für mich Entspannung und Inspiration pur. Ich liebe die Kronleuchter und habe mir fest vorgenommen, genau so einen in unsere Gästetoilette zu hängen. Die Nähmaschinen sind schnell erklärt und einfach zu bedienen. Da ich seit 3 Wochen eine Brother innov-is a65 zu Hause stehen habe, musste ich mich nicht umgewöhnen und kam mir schon fast wie ein Profi vor. 🙂

Im Nähcafé steht ein großer, hoher Tisch, an dem man sehr gut arbeiten kann. Ebenfalls etwas, das ich gerne für mein Kreativzimmer haben möchte. Beim Basteln stehe ich auch gerne, bekomme aufgrund der Tischhöhe allerdings schnell Rückenschmerzen. Ich habe schon ein wenig im Internet recherchiert und soweit ich sehe, nutzen viele Kücheninseln. Wer hier noch einen guten Tipp, möge sich gerne melden!

Was mich während des Nähens der Crossbag verwirrt hat, ist die richtige Lage der Stoffteile. Rechts auf rechts, links auf links, links auf rechts… das erfordert für mein papierhandwerkgewöhntes Gehirn schon einiges an Umdenken. Als nach einiger Zeit die Form der Crossbag allmählich erkennbar war, hatte ich das Gefühl, dass ich es auf jeden Fall hinbekommen werde. Ja… und dann gab es auf einmal zwei Stellen, die mich fast in den Wahnsinn getrieben haben. Sabrina hat mir mit Geduld, Wissen und Einsatz geholfen, so dass am Ende doch alles gut wurde.


Die Crossbag ist tatsächlich fertig geworden und auch wenn so einige Fehler und Missgeschicke drin stecken, bin ich stolz auf die Tasche und auf mich, weil ich etwas Neues probiert und mich nicht habe unterkriegen lassen.

Hätte ich mich zu Hause an meine erste Crossbag getraut, wäre sie sicherlich nie fertig geworden. Das Nähcafé Konzept finde ich richtig toll – umso mehr, weil wir als Freundinnen eine wunderbare Zeit hatten und ich diese nicht vergessen werde. Ich habe das Gefühl, dass ich mich jetzt auch allein an die Herstellung dieser Tasche traue und wenn nicht, kann ich mir vor Ort Unterstützung holen.

Lustigerweise kamen mir beim Nähen noch viele Ideen für Papier- und Mixed Media Projekte in den Sinn. Inspiriert durch Farben, Formen und Techniken, die an diesem Tag um mich herum waren. Und für die Gestaltung meines Kreativzimmers habe ich auch einige Visionen erhalten…

Liebe Grüße,
Janna


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1 Kommentar

  1. Dagmar Werner sagt:

    Ich bewundere deinen Mut und deine Entschlusskraft, sich an Neues ranzutrauen!! Und toll ist auch, dass du viele Ideen mitgenommen hast und vielleicht auf dein anderes Hobby übertragen kannst!
    Kronleuchter auf der Gästetoilette machen den „Thron“ noch würdevoller!! Echt witzig!

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