2013 stellte Heidi Swapp ihr neues System zur kreativen Aufbewahrung von Erinnerungen vor: Memory Files. Die interaktiven Ordnungsmappen gab es in verschiedenen Größen und Designs, natürlich samt Add-Ons – z.B. in Form kleiner Booklets, Sticker und Taschen – die die Memory File ergänzten und erweiterten. Dazu passend kam ein ansprechender Kasten auf den Markt, in dem die Mappen aufbewahrt und dank des Tragegriffs auch schnell, leicht und komplikationslos mitgenommen werden konnten.

Einige nutzten die Memory Files auch zur Herstellung von Mini Alben, die z.B. mit einer Cinch gebunden oder durch Binderinge gehalten wurden. Bei der Ausgestaltung der Mappen konnte der Kreativität freien Lauf gelassen werden, in der folgenden Memory File habe ich mich für das Schichten und Stapeln der Elemente entschieden, es gibt keine hinzugefügten Seiten.

Die nächste Memory File ist anders aufgebaut: auf der linken Seite sind wenig Lagen eingearbeitet, rechts hingegen eine Fotoflap (Add-On), die nach oben aufklappbar ist und Platz für viele Fotos und Erinnerungsstücke lässt.

Die Grundidee des Konzepts fand ich von Anfang an gut, allerdings wurde mir das Ganze durch die immer größer werdende Anzahl an Zusatzprodukten zu umfangreich und es entstand ein durch Social Media hervorgerufener Druck, bei all den tollen Projekten, die täglich auf einen einstürmten, mithalten zu wollen.

Natürlich bedarf es nicht der vorgefertigten Materialen, um eine Memory File herzustellen, man kann wirklich alles dafür nutzen. Die folgende Variante ist aus einem 12×12″ Papier entstanden, welche ich innen weiter dekoriert habe.

In den letzten Wochen bin ich mit ausreichend Abstand erneut um das Thema kreative Ordnungsmappe herumgeschlichen und mittlerweile bin ich an dem Punkt angelangt, an dem ich dem Konzept eine weitere Chance geben möchte. Das Schöne an den Memory Files ist, dass sie über einen längeren Zeitraum ergänzt werden können, außerdem gefällt mir das Durcheinander, Blättern und Entdecken. Muss es dafür das Original sein? Nein, natürlich nicht. Allerdings kann der Einsatz eines Starter-Sets o.ä. ein guter und unkomplizierter Einstieg in das Thema sein.
Weiterführende Links
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